Gesundheit

Große Akzeptanz der Service-Einrichtung des St. Irmgardis-Krankenhauses:

Kompetenzzentrum Geriatrie berät jetzt auch per Video

Süchteln. Seit rund einem Jahr ist das Kompentenzzentrum Geriatrie des
St. Irmgardis-Krankenhauses Süchteln aktiv. Mittlerweile melden sich über 100 Menschen monatlich bei Susanne Koß. Sie koordiniert im Zentrum die Fragen von Angehörigen, die mit ihrer neuen Situation verunsichert sind. Denn erkrankt ein älterer Mensch, gibt es für die Angehörigen viel zu organisieren.

 

Die Beratung des Kompetenzzentrums erfolgte bisher per Telefon. Ab sofort können Interessierte Susanne Koß auch per Videokonferenz erreichen und persönliche Angebote erhalten. „Dieser Service unseres Krankenhauses ist natürlich kostenfrei“, erläutert  Thomas Becker, Kaufmännischer Direktor.

 

Einzige am linken Niederrhein

Das im Süchtelner Krankenhaus eingerichtete Zentrum ist das Einzige seiner Art am linken Niederrhein und macht das umfangreiche Wissen der hier tätigen Menschen deutlich. Es gehört zur Klinik für Geriatrie. Aber nicht nur Angehörige haben Fragen, auch Medizinische Fachangestellte aus den umliegenden Praxen suchen hier Rat.

 

Dabei gehen die Fragen von: „Was muss ich tun, damit mein Angehöriger in die Geriatrie aufgenommen wird?“ über „Wie stelle ich einen Pflegeantrag?“ und „Was muss ich alles tun, wenn mein Angehöriger plötzlich hilfebedürftig wird?“ bis „Können Sie mir bei der Suche nach einem Kurzzeit-Pflegeplatz helfen?“ Auch zu den Versorgungs- und Unterbringungs-Bereichen wird genauso häufig Auskunft erbeten wie zu Hilfsmitteln im häuslichen Umfeld.

 

Unsicherheit bei Angehörigen

„Wir erleben immer wieder große Unsicherheit bei den Angehörigen, die mit der neuen Situation schnell überfordert sind“, berichtet Chefarzt Hanns-Peter Klasen. „Hier können wir unkompliziert helfen.“ Gern möchten beide mit  dem Kompetenzzentrum und ihrem Knowhow auch die Arbeit in den Praxen unterstützen.

 

So kann praktisches Wissen durch eine Pflegeschulung für Angehörige, „Familiale Pflege“ genannt, vermittelt werden. Hier sind die Pflegetrainerinnen Angelika Kamphausen und Maria Maschek im Einsatz und machen die Angehörigen mit den erforderlichen Maßnahmen vertraut. Auch lernen sie von ihnen Tipps und Griffe für die tägliche Pflege. Dabei gibt es neben den individuellen Angeboten auch Gruppenkurse zu unterschiedlichen Themen.

 

 

Angehörigen zuhören

Dass es besonders wichtig ist, den Angehörigen zuzuhören, betont Hanns-Peter Klasen. „Was gibt es für Probleme? Welche Sorgen haben sie? Das sind unsere Ansatzpunkte, individuell zu helfen“, weiß der Chefarzt.

 

Geplant und bereits fertig vorbereitet sind auch institutionelle Schulungsangebote für Medizinische Fachangestellte in Praxen. Sie mussten allerdings wegen der Corona-Beschränkungen zurückgestellt werden.

 

Erreichbar ist das Kompetenzzentrum Geriatrie unter der Telefonnummer 021 62 / 899-382 und der E-Mail-Adresse: [email protected]

 

 

Bildunterschrift:

Im Kompetenzzentrum Geriatrie des St. Irmgardis-Krankenhauses Süchteln ist Susanne Koß jetzt auch per Video erreichbar. Chefarzt Hanns-Peter Klasen ist erfreut über diese Möglichkeit.

Foto: St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln

 

Über das St. Irmgardis-Krankenhaus:

Von 1871 bis 2008 betrieb die Katholische Kirchengemeinde St. Clemens Süchteln das St. Irmgardis-Krankenhaus als Trägerin. Zum 1. Januar 2009 übernahm die St. Franziskus-Stiftung Münster mit 51 Prozent die Mehrheit an der neu gegründeten St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln GmbH. 49 Prozent hält das benachbarte Allgemeine Krankenhaus Viersen (AKH). Das St. Irmgardis-Krankenhaus ist seit über 140 Jahren fester Bestandteil der medizinischen Versorgung im Kreis Viersen.

 

Bürgerschaftliches Engagement, gepaart mit der Spendenbereitschaft breiter Bevölkerungskreise, legten damals den Grundstein für das Haus. Geprägt durch Ordensfrauen, die 1972 das Haus wegen Nachwuchsmangels verließen, arbeiten engagierte Mediziner und geschultes Personal auch heute noch nach christlichen Idealen zum Wohle der anvertrauten Patienten.

 

1900 hatte das Haus etwa 50 Krankenbetten. Es wurde in den folgenden Jahrzehnten erweitert und modernisiert, um die ständig wachsende Zahl von Patienten zu betreuen. Nach dem Bau des St. Antonius-Hauses 1930/1931 wurde in den Jahren 1961 bis 1963 ein Neubau mit modernen Krankenzimmern, Diagnose-, Therapie- und Versorgungsräumen sowie einer Schule für Krankenpflege errichtet. Heute, nach Neubau eines Bettenhauses, verfügt das St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln über 160 Krankenbetten – einschließlich sechs interdisziplinärer Intensiv-Pflegebetten. 360 Mitarbeiter sind hier im Einsatz.

 

Zum St. Irmgardis-Krankenhaus gehören fünf Klinken: Innere Medizin, Geriatrie, Chirurgie, Konservative Orthopädie und Schmerzklinik sowie Anästhesiologie und Intensivmedizin. Die Leitung der Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie und Onkologie liegt bei Chefarzt Dr. med. Ulrich Bauser.

 

Die Verantwortung für die Klinik für Geriatrie obliegt Chefarzt Hanns-Peter Klasen.

 

In der Chirurgie gibt es drei Bereiche mit den chirurgischen Schwerpunkten: Allgemein- und Viszeralchirurgie mit Chefarzt Dr. med. Christian Maciey, Unfallchirurgie und Orthopädie sowie Sportmedizin mit Chefarzt Dr. med. Kai Platte/Ärztlicher Direktor und Plastische-, Ästhetische- und Handchirurgie mit Chefarzt Dr. med. Tobias Köppe.

 

Die Leitung der Klinik für Konservative Orthopädie und Schmerzklinik liegt bei Dr. Dirk Mertens.

 

Die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin wird geleitet von Chefärztin Dr. Jessica Görgens.

 

Weiter gehört eine ambulante kardiologische Rehabilitationsabteilung mit 20 Plätzen zum Portfolio.

 

Als Ausbildungsstätte werden 50 Plätze für staatlich anerkannte Pflegefachkräfte bereitgestellt, hierfür besteht für die theoretische Ausbildung eine Beteiligung an der Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe (AGP Viersen GmbH).

 

Zusätzlich wird eine Ausbildung zum Operations-Technischen- und auch zum Anästhesiologischen-Technischen-Assistenten angeboten.

 

Im Jahr 2020 wurden nahezu 6.000 Patienten stationär und rund 15.000 Patienten ambulant behandelt.

Zeige Mehr

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back to top button