Moers

Zuschlag für die Telekom

Geförderter Breitbandausbau soll in der Wir4-Region im Frühjahr beginnen

Die Würfel sind gefallen, das Ausschreibungsverfahren um den Ausbau der Breitbandversorgung in der Wir4-Region beendet. Die Telekom Deutschland GmbH (Telekom) hat sich durchgesetzt und liegt nach Auswertung mit dem wirtschaftlichsten Angebot vorn. Damit ist der Weg frei, die Städte Kamp-Lintfort, Moers, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg werden in bislang unterversorgten Gebieten ein flächendeckendes Breitbandnetz mit symmetrischen Übertragungsraten von bis zu 1.000 Mbit/s erhalten. Läuft weiter alles nach Plan, sollen im Frühjahr 2019 die ersten Bagger anrollen und damit die rund dreijährige Ausbauphase einläuten. Dies teilten die Wirtschaftsförderungen der vier Kommunen nun gemeinsam mit.

Die vier Kommunen hatten die ENNI Stadt & Service Niederrhein (ENNI) 2017 damit beauftragt, die Möglichkeiten des Anschlusses der unterversorgten Stadtgebiete an die Datenautobahn zu untersuchen. ENNI hatte als koordinierende Stelle dabei für die kommunalen Partner gemeinsam mit dem Forschungs- und Beratungsunternehmen Innowise ein Ausbaukonzept aufgestellt und dieses mit den Ausbauplänen von Telekommunikationsunternehmen in den kommenden drei Jahren abgeglichen. Die Förderanträge der hiernach klaffenden Wirtschaftlichkeitslücke von rund 28 Millionen Euro hatten Bund und Land im Frühjahr jeweils zur Hälfte bewilligt. Mit denen wird die Telekom nun in den identifizierten sogenannten weißen Flecken mit Übertragungsraten von derzeit unter 30 Mbit pro Sekunde rund 980 Kilometer Glasfaserkabel verlegen, um die gut 4.000 Haushalte, 350 Unternehmen und knapp 70 Schulen an das schnelle Netz anzubinden.

Derzeit verhandelt ENNI mit der Telekom letzte Details. Die Telekom arbeitet parallel an der Feinplanung samt Bauzeitenplan. Dies sind Voraussetzungen für den letztendlichen Bewilligungsbescheid der zuständigen Behörden, deren Zusage aber nichts mehr im Wege stehen dürfte. Die vier sich in der Haushaltssicherung befindenden Kommunen können den Breitbandausbau so nun auch ohne Eigenmittel stemmen und den Wirtschafts- und Wohnstandort Niederrhein weiter stärken.

Foto:Archiv

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