Gesundheit

Warum das Herz schwächelt

Beim Herztag im Krankenhaus Bethanien informierten sich Besucher rund um das schwache Herz, ließen kostenfreie Patienten-Check-Ups durchführen und warfen einen Blick in das Herzkatheter-Labor

Beim Herztag im Krankenhaus Bethanien informierte die Kardiologie des Krankenhauses gemeinsam mit der Deutsche Herzstiftung in der Besucher-Cafeteria Patienten, Angehörige und Interessierte zum Thema „Das schwache Herz“. (Foto: KBM/Engel-Albustin)
Beim Herztag im Krankenhaus Bethanien informierte die Kardiologie des Krankenhauses gemeinsam mit der Deutsche Herzstiftung in der Besucher-Cafeteria Patienten, Angehörige und Interessierte zum Thema „Das schwache Herz“. (Foto: KBM/Engel-Albustin)

Unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Stefan Möhlenkamp lud die Herzklinik im Krankenhaus Bethanien jetzt zum Infotag „Das schwache Herz“ ein. Damit beteiligte sich die Kardiologie auch in diesem Jahr an den jährlichen Veranstaltungen im „Herzmonat“ November. Initiiert von der Deutschen Herzstiftung laden im November die kardiologischen Fachabteilungen der Krankenhäuser deutschlandweit zu Patiententagen ein. Die Veranstaltungen richten sich an Patienten, Angehörige und Interessierte.

In Bethanien hielten Ärzte der Kardiologie den gesamten Nachmittag über Vorträge über das schwache Herz. Die Deutsche Herzstiftung hatte das Thema in diesem Jahr als Schwerpunkt im Herzmonat ausgerufen. Als Gastreferent war Prof. Dr. Philipp Kahlert vom Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrum der Universitätsklinik Essen eigens nach Moers gekommen, um über die Therapie von Herzklappenfehlern zu referieren. Bethanien-Oberärztin Dr. Anita Malkoc, Herzchirurgin in der Kardiologie, erläuterte in ihrem Vortrag den Nutzen der modernen Schrittmacher- und Defibrillatortherapien bei fortgeschrittener Herzschwäche.

In Untersuchungsräumen der Kardiologie demonstrierte das Ärzte- und Pflegeteam zudem Ultraschalluntersuchungen der Halsgefäße, während in der Patienten-Cafeteria viel Information und Beratung zu allen kardiologischen Fragen geboten wurde. Beliebt waren kostenfreie Messungen von Cholesterin, Blutzucker und Blutdruck. „Wir wollten mit dem Herztag so viele Menschen wie möglich über Risiken und Ursachen von Herzerkrankungen aufklären und freuen uns über den regen Besuch“, so Chefarzt Prof. Dr. Stefan Möhlenkamp.

Der Herztag in Bethanien ermöglichte den Gästen auch einen Blick hinter sonst verschlossene Türen: Im Herzkatheter-Labor des Moerser Krankenhauses demonstrierte der erfahrene Oberarzt Dr. Volker Koke den Ablauf von Herzkatheter-Untersuchungen. Eine der häufigsten Ursachen für ein schwaches Herz sei die koronare Herzkrankheit, so Oberarzt. „Durch die Herzkatheter-Untersuchung können wir heute ohne große Operation sofort behandeln. Am nächsten Tag ist der Patient schon wieder auf den Beinen“, sagte Dr. Volker Koke.

Laut der Deutschen Herzstiftung schätzen Experten die Zahl der Patienten mit einer Herzschwäche in Deutschland auf zwei bis drei Millionen. Allein 2015 waren rund 445.000 Patienten deswegen in ein Krankenhaus eingeliefert worden. „Einer der Gründe für die hohe Sterblichkeit der Herzschwäche ist, dass viele Betroffene krankheitstypische Anzeichen wie Atemnot, Leistungsabfall und geschwollene Beine nicht kennen oder diese resigniert auf das Alter schieben“, warnt Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. „Für die Betroffenen ist das fatal, denn je früher eine Herzschwäche erkannt und die Ursachen konsequent behandelt werden, desto größer sind die Chancen, einen lebensbedrohlichen Verlauf der Krankheit zu verhindern“.

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Blick in das Herzkatheter-Labor: Oberarzt der Bethanien-Kardiologie Dr. Volker Koke erklärte Besuchern des Herztags im Krankenhaus Bethanien, wie eine Herzkatheter-Untersuchung durchgeführt wird. (Foto: KBM/Engel-Albustin)

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