Moers

Schüler nehmen Geschwister-Scholl-Gesamtschule unter die Klima-Lupe

Moers. (pst) Dass ihre Schule ein großer Betrieb ist, haben die Sechstklässler der Geschwister-Scholl-Gesamtschule bereits gewusst: Weit mehr als 1.000 Personen sind täglich dort beschäftigt. Dadurch wird viel Strom, Wasser und Heizenergie benötigt. Und auch einiges an Abfällen verlässt das Gelände der Schule in zahlreichen ENNI-Containern. Doch wie viel ist das eigentlich an einer Schule? Und was kostet das – gesamt und pro Schüler? Wie wird das produziert und wie viel Kohlendioxid gerät dabei in die Atmosphäre? Diese Fragen haben die 150 Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangstufe gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern beim Klimatag am Donnerstag, 27. April, untersucht (Foto: pst). Sie haben die Schule als eigenen Betrieb im Rahmen des städtischen Klimaschutzprojektes „KliMo“ unter die Lupe genommen. Das Zentrale Gebäudemanagement der Stadt Moers hat das Projekt mit Unterstützung der Berater des ecoteam NRW im Jahr 2013 gestartet.

Schule befindet sich bereits auf sehr gutem Weg
Bei der Bestandsaufnahme sind für die Schüler und Lehrer überraschende Einsichten deutlich geworden: Der hohe Energieverbrauch und die Abfallmenge müssen nicht sein. „Wir leben auf zu großem Fuß, was unsere Öko-Bilanz angeht. Auch hier in unserer Schule. Der Klimatag hilft allen, sich dessen bewusst zu werden“, meint Fachlehrer Hubert Andreas Engels, der an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule das Projekt ins Leben gerufen hat. Die Bestandsaufnahme ist dabei nur der erste Schritt. Der zweite sind die Fragen: Was kann besser laufen? Wo verhalten wir uns noch nicht so umweltgerecht wie möglich? „Das Einsparpotenzial ist an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule noch nicht ausgeschöpft. Aber sie befindet sich bereits auf einem sehr guten Weg“, ist sich Diplom-Ingenieur Martin Halbrügge vom ecoteam NRW sicher.

Kipplüften bringt nichts
Auch die Schüler sehen ihre Schule nach dem Klima-Check mit anderen Augen: „Hier können wir vieles besser machen. Kipplüften bringt gar nichts und die Beleuchtung könnten wir früher ausschalten. Aber auch beim Abfalltrennen ließe sich noch einiges verbessern“, so die Erkenntnisse der jungen Leute. Wie es mit dem klimafreundlicherem Verhalten weitergeht und welche konkreten Schritte nun zu tun sind, dass sich alle 1.000 Personen an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule nun auch klimagerechter verhalten, ist sicher noch ein weiter Weg. „Der Klimatag hat jedenfalls schon einmal viele interessante Ansätze deutlich gemacht und Wege aufgezeigt. Und damit ist er ein voller Erfolg – zum Nachahmen empfohlen“, so Martin Halbrügge abschließend.

(HP) (A)

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