Moers

NRW-Integrationsminister lobte Moerser Flüchtlingsarbeit

Moers. (pst) Über die gute Arbeit und das funktionierende Netzwerk bei der Flüchtlingsarbeit in Moers informierte sich Rainer Schmeltzer, Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, vor Ort. Er war am Montag, 19. September, auf Einladung des Vereins „Der Bunte Tisch Moers“ im Rathaus zu Gast, um das Projekt „Bildung ein Grundrecht – auch für Flüchtlinge“ kennenzulernen. Bürgermeister Christoph Fleischhauer freute sich über den Besuch und hob in seiner Begrüßungsrede auf die Voraussetzungen der Integrationsarbeit in den Kommunen ab. „Wir stellen Ihnen heute ein Leuchtturmprojekt vor. Leuchttürme erhellen nur teilweise. Wir sind uns bewusst, dass es weiterhin des unermüdlichen Engagements bedarf, um flächendeckend für Licht zu sorgen“, so das Stadtoberhaupt. Er bat darum, dass Land und Bund die Kommunen bei der Integrationsarbeit finanziell unterstützen.

Beste Integration über Beschäftigung
Bei dem Moerser Projekt, das der „Bunte Tisch“ mit Partnern angestoßen hatte, bekommen Flüchtlinge ab 16 Jahren unabhängig vom jeweiligen rechtlichen Status Zugang zu Bildungsmöglichkeiten und zum Arbeitsmarkt. Zum Beispiel absolvieren sie handwerkliche Ausbildungen und Umschulungen oder besuchen Berufskollegs. Geflüchtete, die in ihrer Heimat im medizinischen Sektor ausgebildet wurden und gearbeitet haben, bekommen Sprachkurse für eine spätere Tätigkeit in Deutschland. Beteiligt sind daran: Stadt Moers, Freddy-Fischer-Stiftung, Arbeitsagentur Kreis Wesel, Kreishandwerkerschaft Duisburg, Berufskolleg für Technik Moers, Jobcenter Kreis Wesel, IQ-Netzwerk und Krankenhaus Bethanien. Schirmherr ist der Landtagsabgeordnete Ibrahim Yetim. Die Partner berichteten von der guten Zusammenarbeit, aber auch von zwischenzeitlichen rechtlichen Hürden. Minister Schmeltzer war von der Herangehensweise direkt überzeugt: „Die beste Integration ist die, die in Richtung Beschäftigung läuft.“ Er war zudem beeindruckt von dem hohen Engagement der Partner. „Die Arbeit und das Projekt sind absolut nachahmenswert. Moers ist darin ‚Best practice‘!“

Bildzeile:
Schirmherr Ibrahim Yetim (l.), Vorsitzender Amar Azzoug (2.v.r.) und Bürgermeister Christoph Fleischhauer (r.) begrüßten am 19. September Minister Rainer Schmeltzer (2.v.l.) im Rathaus, um das Projekt „Bildung ein Grundrecht –auch für Flüchtlinge“ vorzustellen. (Foto: pst)

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