Moers

Neue sachkundige Bürger der SPD-Fraktion

Dennis Köhnen ist neuer sachkundiger Bürger der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Moers für den Personal- und Feuerwehrausschuss und als Vertretung im Jugendhilfeausschuss.

Dennis Köhnen, Jahrgang 81,  ist in Moers aufgewachsen, hat das Adolfinum besucht und ist heute Lehrer für Philosophie und Geschichte an der Gesamtschule Ernst-Barlach in Dinslaken.  Dennis Köhnen: „ Philosophie war schon immer meine Leidenschaft, mit dem Studium hast du als Taxifahrer gute Chancen, also habe ich noch Geschichte dazu genommen und für das Lehramt studiert“. Dennis Köhnen bereut die Entscheidung nicht. In seiner Klasse wird lautstark, bisweilen auch turbulent diskutiert, das liegt sicher auch daran, dass Dennis Köhnen vom Alter, vom Erscheinungsbild noch ganz dicht an seinen Schülern dran ist: „Ich pflege einen kooperativen Unterrichtsstil, bei dem die Schülerinnen und Schüler sich gemeinsam mit den Unterrichtsinhalten auseinandersetzen und Verantwortung für sich und ihre Lernpartner übernehmen.“  Zurzeit wird über Existenzialismus, über Sartre, über den Determinismus diskutiert. Ist der Lebensweg des Menschen bereits vorab bis ins Kleinste festgelegt und der sogenannte freie Wille nur ein Fake, eine Einbildung aus Unwissenheit, oder gibt es ihn, den freien Willen, der uns immer auch zum Guten befähigt.  Als Klassenlehrer wünscht er sich eher skandinavische Verhältnisse, Klassen mit unter 20 Schülerinnen und Schülern und einen deutliche Anstieg der Ausgaben für die Bildung, die sich an den Prozentzahlen  orientieren, die in Skandinavien,  im Verhältnis zum Bruttosozialprodukt, jährlich für Bildung und Ausbildung bereit gestellt werden.

 

Dr. Christoph Moß ist neuer sachkundiger Bürger der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Moers für den Schul- und Sportausschuss.

Dr. Christoph Moß, Jahrgang 1971,  Stadtarchivar in Krefeld, lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Moers: „Gerade jetzt genieße ich die Zeit mit meinen Kindern, Junge und Mädchen, 10 und 8 Jahre alt, das wird sicher mal anders, wenn sie zu Pubertieren werden!“ lacht Dr. Christoph Moß. Er war der erste, der in seiner Familie studiert hat. Sozialwissenschaften in Duisburg, als Nebenfächer Geschichte und Englisch. Promoviert hat er in Mannheim über das Leben von Jakob Altmaier, der für die SPD nach dem Krieg im Bundestag gesessen hat. Altmaier, Vater Bäcker, Teilnehmer im Ersten Weltkrieg, Journalist u.a. für  WELTBÜHNE und  VORWÄRTS, ab 1933 Exil, England, Frankreich, Jugoslawien, während des Krieges dann Mitglied des englischen Geheimdienstes, zuständig u. a. für Radiosendungen der Alliierten auf dem Balkan, erlebte das Kriegsende in Ägypten.  Trotz der Ermordung vieler Familienangehöriger durch die Nazis kehrt Altmaier nach Deutschland zurück. Kurt Schumacher wollte ihn als Vermittler zwischen Deutschland und Israel unbedingt in seiner Fraktion haben.  Es kam anders, aber auch Konrad Adenauer hat Jakob Altmaier an seine Seite geholt und auf dem Foto zur Unterzeichnung der Luxemburger Verträge von 1952, dem  Wiedergutmachungsabkommen zwischen der jungen Bundesrepublik und dem Staat Israel ist Jakob Altmaier als Mitglied der deutschen Delegation zu sehen. „Was für ein Leben“, sagt Dr. Christoph Moß „Altmaier war auch einer der Gründungsväter der Bundesrepublik. Sein Wirken ist für mich Beispiel und Verpflichtung zugleich.“

 

Fotos: Privat

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