Duisburg

Neue Herausforderung für Pater Tobias

3 Marathons an drei Tagen 

Pater Tobias bezeichnet sich selbst als verrückten Läufer, weil er dies am liebsten in seiner “Freizeit”, in seinem “Urlaub” tut. Aber er ist kein gewöhnlicher Läufer, er liebt es, an seine Grenzen zu gehen und gehört zu den Extremsportliebhabern, die Ultra-Trailrunning (jede Entfernung über 42 km) über technische, felsige und reine Sandlandschaften liebt. Zehn Marathonläufe im Jahr sind für ihn nur noch Training, um an größere Herausforderungen teilzunehmen. Er läuft für sein Kinderprojekt “Kipa-cash-4-kids”und sammelt als Spendenläufer Geld für arme Kinder auf der ganzen Welt.

 

In Bezug auf Marathon und Ultra Running sagt der 55-jährige Pater aus Duisburg: “Es ist die Herausforderung, die Grenzen des Möglichen zu überschreiten. Sobald sie ein Ziel überwunden haben, das sie einmal für unmöglich hielten, erkennen sie, dass sie wirklich die Grenzen verschieben können, und es macht wirklich süchtig und motivierend, immer mehr zu tun. ”

172 km in 6 Tagen durch die Wüste

The 2018 Oman Desert Marathon. Day6 and the final stage of racing
Photo credit – Lloyd Images

Der Pater, der auch in den sozialen Netzwerken als der Marathon-Pater weit über den Globus bekannt ist, hat an vielen internationalen und nationalen Rennen teilgenommen, aber das neueste und das härteste war sein erstes internationales Rennen beim Desert-Oman-Ultra-Marathon über eine Strecke von 172 km an 6 Tagen. Er kämpfte sich durch die Sommerhitze von 45 Grad Celsius, bei 70 Prozent und mehr Luftfeuchtigkeit. Dafür trainierte er fünf Monate fast jeden Tag, zuletzt 2 Monate mit 8 kg Rucksack, manchmal bereits um 5.00 Uhr früh.

“Es war ein sechstägiges Rennen und unterschied sich von den übrigen Marathons, da man vollständig im feinen Sand läuft und keine felsigen oder bergigen Höhen enthielt. Die täglichen Strecken über 25 km, 22km, 27 km, 28 km, 42 km und 25 km, bestanden zu 100 Prozent aus Sanddünen. Es gab auch einige schwierige Anstiege, am letzten Tag über 80 m hohe Dünen und Zustände, die für diese Jahreszeit ungewöhnlich waren – und damit meine ich, dass es 45 Grad Celsius im Schatten war”, sagt er.

Pater Tobias erklärt die schwierigsten Aspekte des Rennens: “Es ist ein mehrstufiges, selbstverpflegendes Rennen, bei dem sie sechs Tage lang ihr eigenes Essen und Wasser tragen müssen. Es gibt keine Kommunikation mit Familie oder Freunden und sie leben in der Wüste, wo wir den Sandstürmen ausgesetzt waren. Die Vorbereitung auf solche Rennen erfordern mehr Engagement – mindestens 13 Stunden Training pro Woche und eine vollständige Änderung der Ernährungsstrategie.”

Der Pater, der Pastor in Duisburg-Neumühl ist und seit 12 Jahren bisher 75 Marathon- und Ultramarathonläufe finishte, sagt, dass er zwar eine strenge Routine für die Ausübung seiner Laufleidenschaft einhalten muss und den Schlaf viele Male opfern muss, doch dies ist der ultimative Weg, für ihn zu entspannen. Pater Tobias erklärte, wie er seine Arbeit und seine Liebe für Extremsportarten ausbalanciert. Er sagt: “Um den Träumen zu folgen, muss ich Opfer bringen. Super früh aufstehen, ein streng geregelter Arbeitsalltag und früh ins Bett gehen. So schaffe ich es. Viele Leute reden darüber, aus ihrer “Komfortzone” herauszutreten. Reden Sie nicht einfach. Handeln Sie.”

3 Marathon`s in drei Tagen

Der emsige Pater wird auch in diesem Jahr eine neue Herausforderung annehmen. Am 11. Januar wird er bereits in Luxor/Ägypten seinen nächsten Marathon rennen. Im Oktober wird er dann an drei Tagen hintereinander in drei Ländern jeweils einen Marathon 42,195 km absolvieren. Zunächst geht er in Armenien an den Start, direkt einen Tag später in Georgien und am dritten Tag in Aserbaidschan. Zuvor wird er dann bereits 7 Marathonläufe international und national als Training absolviert haben. Darunter ist auch der Allgäu-Panorama-Ultra-Marathon in Sonthofen mit 70 km und einen Höhenunterschied von 3300 m.

Pater Tobias glaubt, dass Trail-Running Körper, Geist und Seele zusammenbringt und befreit.

Foto: Pater Tobias

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