Moers

Jubiläumsausgabe Spontanfilmfestival

Moers. (pst) 10 Jahre Spontanfilmfestival – das musste gefeiert werden. Passender als vor dem Schloss hätte das Kinder- und Jugendbüro der Stadt die Location für das Open-Air-Kino nicht auswählen können. 18 Jugendliche trafen sich am Freitag, 4. Mai, wurden in drei Gruppen aufgeteilt und durften ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Das Motto in diesem Jahr: „10! Best of“. Szenen der letzten Jahre sollten neu aufgegriffen werden. Nach 24 Stunden Konzeptionierung, Videodreh, Vertonen und Schnitt stand am Samstagabend, 5. Mai, die Premiere der Filme an. „Am Grundgedanken des Festivals hat sich nichts geändert“, meinte Mark Bochnig-Mathieu (Festivalleiter). Rund 120 Zuschauerinnen und Zuschauer machten es sich zuerst bei Live-Musik von CassMae und dem Duo Grebe gemütlich. Nach der musikalischen Einstimmung ging bei Popcorn und Kaltgetränken der Vorhang auf.

Vier Filme
Das erste Team verfilmte die Entstehung eines Zombiefilmes. Mit allen Höhen und Tiefen, Verletzungen und Blessuren. Die Teilnehmer agierten als Schauspieler, Kameramänner und –frauen, Tonassistenten und Regisseure. Das Team war sich einig: „Das Wachbleiben war das Schwierigste.“ Gruppe zwei hatte mit einem aggressiven Schauspieler und einer divenhaften und todtraurigen Schauspielerin zu tun. Im Film war zu sehen, dass beide einen Werbesport drehen sollten. Streitigkeiten, Liebesdrama und Action inklusive. Film Nummer drei kam fast gänzlich ohne Sprache aus. Kommunikation war in dem Kurzfilm nur über Smartphone und Handy möglich. Selbstironisch und mit beeindruckenden Drohnenaufnahmen brachten die drei Teammitglieder ihre Botschaft „Sag was“ rüber. Im Jubiläumsjahr gab es neben der neuen Location eine weitere Neuheit. Alle 18 Teilnehmer sollten gemeinsam einen Film entwickeln. Zusammengefasst haben sie zehn Tipps zum Überstehen der 24 Stunden Spontanfilmfestival: Kaffee und nicht einschlafen waren dabei scheinbar wichtig.

10 Jahren – 48 Filme
Bei Special Effekts durch Lichtbearbeitung half das Bollwerk 107. Die Musik in den Filmen kam in diesem Jahr von Alexander Dzialocha. Er war einst Gründer des Spontanfilmfestivals. „Wir haben eine Zeitmaschine für die Musik gebaut.“ Er hat das Musikmaterial der letzten zehn Jahre gesammelt und so bearbeitet, dass es für die diesjährigen Filme genutzt werden konnte. Begeistert war er von der Weiterentwicklung des Festivals. „Es ist ein toller Ort, wo so viel möglich ist. Aber auch nur, weil alles erlaubt ist.“ Mark Bochnig-Mathieu fasste zusammen: „Wir haben in 10 Jahren 48 Filme und 3,5 Stunden Musikmaterial erstellt. Das ist toll. Ich freue mich aufs nächste Jahr.“

Infobox: Die Filme und weitere Informationen sind online auf www.spontanfilmfestival.de zu finden.

Bildzeile: Nach 24 Stunden Videodreh und Schnitt freuten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf das Open-Air-Kino. (Foto: pst)

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