Moers

Gründer der Ramla-Partnerschaft gestorben: „Ich habe einen Freund verloren“

Moers. (pst) Diese beiden Unterschriften hatten nicht nur für Moers historische Bedeutung. Am 12. August 1987 unterzeichneten die Bürgermeister Wilhelm Brunswick/Moers und Yoram Rabi/Ramla einen Partnerschaftsvertrag. Und bis heute hat Moers neben Monheim die einzige aktive Partnerschaft in NRW mit einer israelischen Stadt. Groß ist deshalb die Bestürzung über den Tod von Mitbegründer Yoram Rabi am Donnerstag, 19. Juli, nach langer Krankheit. „Ich habe einen guten Freund verloren und bin sehr traurig“, sagte Ehrenbürgermeister und Ehrenbürger von Ramla Brunswick. „Ich bin ihm 1985 das erste Mal begegnet, und es hat sich sofort ein freundschaftliches, später auch inniges Verhältnis entwickelt.“ Vor allem seine Herzlichkeit bleibt ihm in guter Erinnerung. „Yoram war ein großartiger Mensch und immer mit vollem Herzen bei unserer Städtepartnerschaft. Er hat die Wurzeln für die dauerhaften Beziehungen beider Städte und Länder gelegt.“

Besuche auch in schwierigen Zeiten
Yoram Rabi wurde am 3. Juni 1932 in Ägypten geboren. Nach der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 konnten Juden nicht länger in arabischen Ländern leben. Mit seiner Familie floh er nach Israel. Rabi war Mitglied der Arbeitspartei und bekleidete verschiedene wichtige Ämter. Von 1983 bis 1988 war er Bürgermeister der Stadt Ramla. Die Städtepartnerschaft Moers-Ramla wird von einem Verein getragen und ist noch heute lebendig. Selbst in den Jahren der Palästinenseraufstände und des Golfkrieges, als Scud-Raketen auf Israel fielen, wurden die Besuche fortgeführt.

Bildzeile: Der damalige Bürgermeister Wilhelm Brunswick (r.) und sein Amtskollege Yoram Rabi aus Ramla feiern die Gründung der Städtepartnerschaft. (Foto: NRZ/WAZ)

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