Veranstaltung

Gedenkgottesdienst am 15. November im St. Irmgardis-Krankenhaus

Keiner stirbt vergessen

Süchteln. Am 15. November findet um 19:00 Uhr in der Kapelle des Süchtelner St. Irmgardis-Krankenhauses ein Gedenkgottesdienst für die seit letztem Jahr im Krankenhaus verstorbenen Patienten statt. „Für viele Familien und Freunde ist es wichtig, einen Moment innezuhalten und Raum für ihre Trauer und ihren Schmerz zu haben – ganz unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit“, weiß Hans-Jürgen Paulus, der sich als Pastoralreferent um die Seelsorge des Süchtelner Hauses kümmert. „Unser Gottesdienst kann ein Zeichen der Verbundenheit über den Tod hinaus sein. Unsere Kapelle ist für alle da, die seelsorgerische Unterstützung benötigen – genau wie die neue Zentrale Notaufnahme für alle da ist, die körperliche Probleme haben.“

Gemeinsam mit weiteren Krankenhaus-Mitarbeitern und der Süchtelner Pfarrgemeinde St. Clemens wurde dieser Gedenk­gottesdienst im November 2009 erstmals in der Krankenhauskapelle durchgeführt.

Viele offene Fragen

„Immer wieder treffe ich bei meinen Patientenbesuchen auf Familien­mitglieder und Freunde, für die nach dem Tod des vertrauten Menschen viele Fragen offen bleiben. Einen Teil davon können wir mit diesem Gottesdienst in der Krankenhauskapelle aufgreifen“, so der Seelsorger.

Ein weites Thema ist, dass die Verstorbenen durch die Gedanken der Hinterbliebenen weiter in ihrer Mitte bleiben. Sofern dem Krankenhaus die Anschriften vorliegen, erhalten die Angehörigen eine persönliche Einladung zum Gedenkgottesdienst. Der Gottesdienst ist für alle, die einen Verlust erlitten haben. Sie sind – unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit – eingeladen, sich im Gottesdienst an ihre Lieben zu erinnern und ihrer zu gedenken.

Verstorbene würdigen

Im Gottesdienst werden die Namen aller im letzten Jahr im Krankenhaus Verstorbenen verlesen – auch derjenigen, die keine Familien mehr hatten. Die brennende Osterkerze erinnert dabei an die christliche Botschaft der Auferstehung.

„Bei Gott ist kein Mensch namenlos oder vergessen – auch nicht, wenn er stirbt“, davon ist Hans-Jürgen Paulus überzeugt. Zu erfahren, dass keiner mit seiner Trauer allein ist, dass auch andere diese traurige Erfahrung machen – das gibt ein tröstendes Gefühl. „Diese Gemeinsamkeit hilft Vielen, noch einmal bewusst Abschied zu nehmen und loszulassen“, weiß er aus seinen Gesprächen.

Über das St. Irmgardis-Krankenhaus:

Von 1871 bis 2008 betrieb die Katholische Kirchengemeinde St. Clemens Süchteln das St. Irmgardis-Krankenhaus als Trägerin. Zum 1. Januar 2009 übernahm die St. Franziskus-Stiftung Münster mit 51 Prozent die Mehrheit an der neu gegründeten St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln GmbH. 49 Prozent hält das benachbarte Allgemeine Krankenhaus Viersen (AKH). Das St. Irmgardis-Krankenhaus ist seit über 140 Jahren fester Bestandteil der medizinischen Versorgung im Kreis Viersen.

Bürgerschaftliches Engagement, gepaart mit der Spendenbereitschaft breiter Bevölkerungskreise, legten damals den Grundstein für das Haus. Geprägt durch Ordensfrauen, die 1972 das Haus wegen Nachwuchsmangels verließen, arbeiten engagierte Mediziner und geschultes Personal auch heute noch nach christlichen Idealen zum Wohle der anvertrauten Patienten.

1900 hatte das Haus etwa 50 Krankenbetten. Es wurde in den folgenden Jahrzehnten erweitert und modernisiert, um die ständig wachsende Zahl von Patienten zu betreuen. Nach dem Bau des St. Antonius-Hauses 1930/1931 wurde in den Jahren 1961 bis 1963 ein Neubau mit modernen Krankenzimmern, Diagnose-, Therapie- und Versorgungsräumen sowie einer Schule für Krankenpflege errichtet. Heute, nach Neubau eines Bettenhauses, verfügt das St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln über 160 Krankenbetten – einschließlich sechs interdisziplinärer Intensiv-Pflegebetten. 325 Mitarbeiter sind hier im Einsatz.

Zum St. Irmgardis-Krankenhaus gehören drei Klinken: Innere Medizin, Geriatrie und Chirurgie. Die Leitung der Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie und Onkologie liegt bei Chefarzt Dr. med. Ulrich Bauser. Die Verantwortung für die Klinik für Geriatrie obliegt Chefarzt Hanns-Peter Klasen.

In der Chirurgie gibt es drei Bereiche: Chirurgie/Schwerpunkt Viszeral­chirurgie mit Chefarzt Dr. med. Christian Maciey, Chirurgie/Schwerpunkt Unfallchirurgie und Sportmedizin mit Chefarzt Dr. med. Kai Platte/Ärztlicher Direktor und Chirurgie/Schwerpunkt Hand- und Plastische Chirurgie mit Chefärztin Dr. med. Valérie Stephan.

Weiter gehören eine ambulante kardiologische Rehabilitationsabteilung mit 20 Plätzen sowie eine Schule mit 40 staatlich anerkannten Ausbildungs­plätzen für die Krankenpflege dazu. 2017 wurden über 6.000 Patienten stationär und rund 16.600 Patienten ambulant behandelt.

 

 

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