Job und Berufswelt

Einsatz im Schilderwald

Volksbank- und ENNI-Azubis wechseln die Seiten

Straßenbau, Kanalunterhaltung und Spielplatzkontrolle – das sind keine alltäglichen Aufgaben für angehende Bankkaufleute. Für Michelle Bromm, Auszubildende der Volksbank Niederrhein im 2. Ausbildungsjahr, ist dies in dieser Woche aber das tägliche Brot. Sie lernt im Projekt Seitenwechsel des Geldinstitutes Aufgaben in vielen Bereichen der ENNI Stadt & Service Niederrhein (ENNI) kennen. Für die Lehrlinge der Volksbank Niederrhein gehört der Blick über den Tellerrand der eigenen Arbeitswelt heutzutage fest in den Ausbildungsplan. Volksbank-Chef Guido Lohmann sieht hier einen wichtigen Baustein, der seinen Nachwuchskräften viel Lebenserfahrung und mehr Verständnis für die Arbeitswelt seiner Kunden aus dem Handwerk, dem Gewerbe und der Landwirtschaft bringt. „ Eine hochspannende Idee, die wir gemeinsam mit Betrieben bei einem unserer Unternehmerstammtische geboren haben und mittlerweile intensiv nutzen“, verriet Lohmann bei einem Treffen mit den ENNI-Vorständen Hans-Gerhard Rötters und Lutz Hormes auf dem Moerser Kreislaufwirtschaftshof. Auch hier kommt das Projekt gut an und die ENNI-Azubis Marlene Karmann, Nadja Zimmermann und Jan Leimkühler freuen sich schon auf ihren Gegenbesuch im Alpener Hauptsitz der Volksbank in der kommenden Woche. Hier werden die drei Azubis des aktuellen Jahrgangs dann den Blaumann ablegen und in die für sie ungewohnte Bankenwelt eintauchen. Für Hans-Gerhard Rötters ist der Seitenwechsel ein tolles Zeichen in die Region: „Einerseits stärkt es das Wissen und die Sozialkompetenz unserer noch unerfahrenen Berufseinsteiger. Andererseits zeigt es, dass niederrheinische Unternehmen auch bei der Ausbildung junger Menschen zusammenrücken.“ Für Michelle Bromm geht es nach einem Tag bei den Straßenwärtern nun weiter zu den Friedhöfen und auch in die Kfz-Werkstatt: „Die Rolle ist ungewohnt, macht mir aber viel Spaß.“ Und der soll auch bei der Ausbildung nie zu kurz kommen.

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