Wirtschaftswelt

Die Sieger des GRIID-Gründungswettbewerbs 2017/2018 stehen fest

Innovative Methoden der Altlastensanierung, Lern-App für Pflegekräfte und Trainingtracker überzeugen

Duisburg. Sonne, Strand und Meer heißt es dieser Tage für den ein oder anderen, der jetzt in die Sommerfrische startet. Ein etwas anderer Start wartet dagegen jetzt auf die Absolventen der neunten Runde des Gründungswettbewerbs der GründungsInitiative Innovation Duisburg (GRIID), einer Initiative der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg) und der Universität Duisburg-Essen (UDE), getragen von den Initialpartnern Sparkasse Duisburg, Volksbank Rhein-Ruhr, der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve und weiteren namhaften Unternehmen mit Sitz in Duisburg. Das nötige Rüstzeug für die berufliche Selbstständigkeit haben die künftigen Gründer/-innen in dem Orientierungskurses Unternehmertum des small business management (sbm)-Angebotes, dem Kernstück von GRIID, innerhalb eines halben Jahres erlernt. Nachdem sie das so erworbene Wissen in ihre Businesspläne haben einfließen lassen, kann es jetzt losgehen.

Doch vorher wartet noch die feierliche Abschlussveranstaltung auf die 35 Teilnehmer, die bis zum Schluss durchgehalten haben und, einzeln oder im Team, 23 Businesspläne einreichten. Neun davon hatten es bis in die GRIID-Jurysitzung geschafft. Aus diesen wählten Experten aus Theorie und Praxis die drei vielversprechendsten aus.

Und hier sind die Gewinner: Platz 1 geht an ColFeroX. Dr. Beate Krok, welche an dem Orientierungskurs teilnahm, Prof. Dr. Rainer Meckenstock und Dr. Sadjad Mohammadian sind das fachkundige Expertenteam hinter der Idee. Sie alle stehen für die Entwicklung einer innovativen Methode der Altlastensanierung von kontaminiertem Grundwasser. Über den zweiten Preis freut sich Valentin Johannsen, der mit seinem noch zu gründenden Unternehmen, Novaheal den „Pflegonaut“ auf den Markt bringen will. Dies ist eine Lern-App für Pflegekräfte, die die Ausbildung von Gesundheitsberufen in das 21. Jahrhundert bringen will. Darüber hinaus konnten sich die Macher des Trainingstrackers gegenüber ihren Mitbewerbern durchsetzen: Die Drittplatzierten Dominik Riße und Richard Menning wollen ein einzigartiges Bündelprodukt für Leistungs-, Freizeit- und Breitensportler anbieten. Der Trainingtracker fungiert dabei als persönlicher Begleiter auf dem Weg zur sportlichen Zielerreichung.

In seinem Grußwort bei der Abschlussveranstaltung betonte Bürgermeister Volker Mosblech: „Die Zahl der Gründer hat zwar leider in NRW und der Bundesrepublik abgenommen, aber diejenigen, die sich dafür entscheiden, sind besser und qualifizierter denn je darauf vorbereitet. Auch der Kapitalzugang durch Banken oder private Investoren ist grundsätzlich einfacher zu bewerkstelligen als noch vor einigen Jahren. Wie ein Fels in der Brandung und mittlerweile schon traditionell ist die GründungsInitiative Innovation Duisburg innerhalb NRWs anzusehen. Hier geht es nicht um Masse, sondern um Klasse.“

Auch GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer bekräftigt: „Der langjährige Slogan des GRIID-Projekts ‚Mit uns gut vorbereitet in die Selbstständigkeit‘ unterstreicht eindrucksvoll den Ansatz, dass erfolgreiche Gründungen in der Regel nicht über Nacht geschehen und überstürzt angegangen werden sollten. Vielmehr bedarf eines strukturierten Rüstzeugs. Und genau dafür gibt es GRIID.“

Laudator Helge Kipping, Mitglied des Vorstands der Sparkasse Duisburg, zeigt sich begeistert von der Geschäftsidee der Erstplatzierten: „ColFeroX ist eine nachhaltige Geschäftsidee, die unser aller Leben besser macht. Die hoch innovative In-situ Sanierung von schwermetallbelastetem Grundwasser durch den Einsatz so genannter Eisenoxid-Nanopartikel ist in jedweder Hinsicht zukunftsfähig, für die Allgemeinheit sinnvoll und als Unternehmensgegenstand aussichtsreich. ColFeroX hat beste Chancen, sich im Markt der Abfallwirtschaft mit dem Spezialbereich der Altlastensanierung zu etablieren. Die Methode ist kostengünstiger als bestehende Verfahren, innerhalb weniger Tage implementierbar sowie auf aktiven Industriestandorten einsatzfähig.“

Michael Reimann, Leiter Geschäftsfeld Gewerbekunden bei der Volksbank Rhein-Ruhr, lobt den Zweitplatzierten: „Valentin Johannsen hat mit der Pflegonaut-App ein Tool entwickelt, das Auszubildende, in der für uns früher oder später alle existenziell wichtigen Gesundheits- und Krankenpflege, fit macht für das Examen und den späteren Beruf. Mit seinem Team der „Novaheal“ hat er eine ‚Ausrüstung‘ entwickelt, die Spaß an nachhaltigem Lernen vermittelt. Und genau das brauchen wir, damit sich noch mehr Menschen für eine Ausbildung und einen Verbleib im Bereich der Pflege entscheiden. Das Timing für die Markteinführung eines solchen Produkts stimmt, denn noch nie war der Wille in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft größer, die Pflegesituation in Deutschland zu verbessern.“

Rüdiger Helbrecht, stellvertretender Geschäftsführer der Niederrheinischen IHK im Bereich Unternehmens-Service und International, hält die Laudatio auf die Drittplatzierten: „Dominik Riße und Richard Menning haben mit ihrem Trainingtracker etwas geschaffen, das hilft, sportlicher zu werden und gesünder zu leben. Der Anwender führt ein analoges Buch zur Trainingsanalyse. Im Anschluss kann er seine Trainingsleistung mittels einer App diagnostizieren. Leistungs-, Freizeit- und Breitensportlern gelingt es so, sich mit der eigenen körperlichen Aktivität bewusst auseinanderzusetzen. Das Training wird verbindlicher und die übliche Ablenkung durch das Smartphone verschwindet. „Der Sport-, Fitness- und Gesundheitstrend in unserer Gesellschaft ist ungebrochen. Produkte wie der Trainingtracker treffen daher auf einen großen Markt und haben Zukunft“, so Helbrecht.

Zur GründungsInitiative Innovation Duisburg (GRIID):

Aus dem landesweiten Wettbewerb „Gründung.NRW“ hervorgegangen, wurde GRIID bis 2013 aus Mitteln des Landes und der Europäischen Union gefördert. Der Wettbewerb, seinerzeit gemeinsam durch das Forschungs- und Wirtschaftsministerium ausgerufen, wird mittlerweile durch Mittel der Universität Duisburg-Essen, der GFW Duisburg und weiterer Partner (Sparkasse Duisburg, Volksbank Rhein-Ruhr, Niederrheinische IHK, PKF Fasselt Schlage Partnerschaft mbB, MGK Partner mbB, Romberg & Partner mbB, u.v.m.) finanziert.

 

Beim Durchgang 2017/2018 meldeten sich über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an. Am Ende des Projektes wurden 23 Businesspläne vorgestellt. Eine fachkundige Jury wählte aus den neun vielversprechendsten Gründungsideen die Erst- bis Drittplatzierten.

 

Preise:

  1. Preis: 12 Monate mietfreies Büro im Tec-Base des Tectrums
  2. Preis: sechs Monate mietfreies Büro im Tec-Base des Tectrums
  3. Preis: 12 Monate virtuelle Mitgliedschaft im Tectrum

Bildzeile:

Bürgermeister Volker Mosblech, GRIID-Initialpartner, Laudatoren und Gewinner

(Urheber: Andrée Schäfer, Nutzungsrechte: GFW Duisburg).

 

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