Technik und Umwelt

Bürger messen die Feinstaubbelastung in Moers

Im Rahmen der diesjährigen Hackdays im Moerser Rathaus haben sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger über das Thema Feinstaub informiert. Im Anschluss durften die Besucher selbst kreativ werden und ihren eigenen Feinstaubsensor zusammenbauen und mit nach Hause nehmen.

Zum dritten mal hat die Stadt Moers in Kooperation mit öffentlichen und privaten Partnern am vergangenen Wochenende den „Hackday“ veranstaltet. Mit einem spannenden Rahmenprogramm und zahlreichen Workshops sollten Themen wie Digitalisierung und Open Data interessierten Besuchern näher gebracht werden. Das Highlight war in diesem Jahr ein Workshop zum Thema Feinstaub, der in Zusammenarbeit mit dem Code for Niederrhein Lab veranstaltet wurde.

Feinstaub ist allgegenwärtig. In unserem Alltag kommen wir unbemerkt und ständig in Kontakt mit mikroskopisch kleinen Partikeln aus der Umwelt. Dieser sogenannte Feinstaub ist in größeren Mengen gesundheitsschädlich und wird deshalb, nach Möglichkeit, durch Nationale und internationale Gesetze reguliert. Doch ob und wie gut diese Regulation funktioniert liegt in den Händen der Behörden. Da hierzulande die Feinstaubbelastung in Stuttgart besonders kritisch ist und regelmäßig zu einem „Feinstaubalarm“ führt, haben sich die Mitglieder von Code for Stuttgart es sich nehmen lassen, in ihrer Stadt selbst Messungen durchzuführen.

Aktuell messen alleine in Stuttgart bereits 300 Sensoren die Feinstaubbelastung der Automobilhochburg – Tendenz steigend. Dass Feinstaub ein immer größeres Thema ist haben nicht nur die Stuttgarter gemerkt. Sowohl im Ruhrgebiet als auch International wächst das Netz der Feinstaubsensoren. Auf der Webseite http://deutschland.maps.luftdaten.info können die Daten der Sensoren in Echtzeit abgerufen werden. Kostenfrei, transparent und für jedermann zugänglich. Eben ganz nach dem Motto: Open Data. Jeder kann mit den Daten nach Herzenslust forschen und tüfteln.

Seit dem Wochenende ist die Karte im Bereich Moers um gut 30 neue Datenpunkte gewachsen und somit auch der Startschuss für die Feinstaubmessung in Moers gefallen. Das Projekt steckt noch in der Anfangsphase und möchte in 2017 nach Möglichkeit eine Flächendeckende Messung in Deutschland anbieten können. Aber auch über die Landesgrenzen hinaus finden sich mittlerweile schon Messpunkte in Paris, Manila oder der Dominikanischen Republik.

Information: Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind jederzeit herzlich zu den Treffen des Code for Niederrhein Lab eingeladen. Dort können Fragen zum Thema Feinstaub gestellt aber auch aktiv an Open Data mitgearbeitet werden. Weitere Informationen unter www.codeforniederrhein.de

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