Gesundheit

30 Jahre lang nicht entdeckt

Carl Friedrich Beck und seine Eisenspeicher-Krankheit

  • Mittlerweile völlig beschwerdefrei –

Meerbusch-Lank. 30 Jahre lang litt Carl Friedrich Beck unter Bluthochdruck, Diabetes Typ 2, Gichtanfällen und – in den letzten Jahren – auch an Schmerzen und Schwellungen im Knie- und Ellenbogengelenk. Viele Ärzte hatte er in dieser Zeit konsultiert, aber keiner fand die tatsächliche Ursache aller seiner Probleme: Er litt unter Hämochromatose, einer Eisenspeicher-Krankheit.

Dr. Stefanie Freudenberg, Chefärztin der Klinik für Innere Medizin / Rheumatologie des Rheinischen Rheuma-Zentrums am St. Elisabeth-Hospital in Meerbusch-Lank war es, die bereits bei seinem ersten Besuch die richtigen Untersuchungen anordnete und schnell die Ursache fand. Heute ist Carl Friedrich Beck beschwerdefrei. „Ich habe so großes Glück gehabt, dass ich hierhin gekommen bin“, ist der 66-jährige Meerbuscher dankbar.

Extrem erhöhte Werte

Dabei sah es im Januar 2017, als er sich zum ersten Mal bei Stefanie Freudenberg vorstellte, alles andere als rosig aus. Seine Eisenspeicherwerte lagen weit über 3.000 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml), der Normalwert liegt bei einem Mann seines Alters bei rund 100 ng/ml. „Diese hohen Werte waren wirklich erschreckend. Es zeigten sich bereits deutliche Auswirkungen durch die Eisenspeicher-Krankheit auf seine Gesundheit – seine Organe waren massiv angegriffen“, erläutert Stefanie Freudenberg.

Carl Friedrich Beck litt unter einer erblich bedingten Eisenspeicher-Krankheit. Beim gesunden Menschen nimmt der Körper über die Darmschleimhaut so viel Eisen aus der Nahrung auf wie nötig – die Höhe der Eisenaufnahme richtet sich dabei nach der derzeit im Körper vorhandenen Eisenmenge. „Ist die Regulierung der Eisenaufnahme durch einen Gendefekt gestört, nimmt der Körper zu viel Eisen auf“, weiß Dr. Stefan Ewerbeck, ebenfalls Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Rheumatologie des Rheinischen Rheuma-Zentrums. „So entsteht dann die Eisenspeicher-Krankheit“.

Bewährte Methode eingesetzt

Doch Becks schlechte Werte konnten seine Ärztin nicht entmutigen. „Das bekommen wir  schon hin“, baute sie ihn auf. Für Stefanie Freudenberg galt es nun, den Eisenspiegel im Körper ihres Patienten zu senken. Dazu setzte sie auf eine alte, aber sehr bewährte Methode: den Aderlass.

Zunächst einmal pro Woche, jetzt nur noch alle drei Wochen wird Carl Friedrich Beck ein halber Liter Blut entnommen. „Mit dieser Anwendung haben wir das gewünschte Ergebnis erreicht“, berichtet Stefanie Freudenberg. „Alle Werte von Herrn Beck sind jetzt im Normalbereich.“

Alles wieder im „grünen Bereich“

Die Leber hat sich wieder auf Normalgröße zurückentwickelt, es gibt keinen Bluthochdruck, keine Diabetes und keine Schmerzen in den Ellenbogen und Kniegelenken mehr. Allerdings hat auch Carl Friedrich Beck aktiv seinen Teil zur Genesung beigetragen: er nahm 24 Kilo ab und stellte seine Ernährung um. Jetzt gibt es nur noch selten Fleisch, zusätzlich verzichtet er auf Alkohol. Er fährt viel Fahrrad und geht gern mit seiner Terveuren-Hündin spazieren. Beruflich hat er nichts verändert: Weiterhin ist er als Partner in einer großen Düsseldorfer Steuerberatungs-Kanzlei tätig.

„Ich verdanke Frau Dr. Freudenberg so viel zusätzliche Lebensqualität“, weiß der Meerbuscher die Leistung seiner Ärztin zu schätzen. Er ist froh, dass er der Empfehlung seiner Frau gefolgt ist und das Rheinische Rheuma-Zentrum aufgesucht hat. Sogar sein Knie kann er wieder ohne Schmerzen strecken. „Mein Leben hat sich nun völlig gedreht – von ganz schlecht auf richtig gut. Ich fühle mich unendlich viel wohler und bin deutlich fitter als früher. Hier wurde mir wirklich geholfen.“

Bildzeile:

Carl Friedrich Beck kann wieder lachen – und auch sein Knie wieder strecken. Denn die Ärzte des St. Elisabeth-Hospitals in Meerbusch-Lank haben ihn und seine Eisenspeicher-Krankheit erfolgreich behandelt. (v.l.) Dr. Stefan Ewerbeck, Carl Friedrich Beck und Dr. Stefanie Freudenberg.

 

Über das Rheinische Rheuma-Zentrum
St. Elisabeth-Hospital Meerbusch-Lank:

Das Rheinische Rheuma-Zentrum St. Elisabeth-Hospital ist eine hoch-spezialisierte Fachklinik für Rheumatologie und Orthopädie. Das Einzugsgebiet der Klinik geht weit über die Grenzen der Region hinaus.

Die Klinik ist eine Betriebsstätte der St. Elisabeth Hospitalgesellschaft Niederrhein mbH. Die St. Elisabeth Hospitalgesellschaft Niederrhein mbH ist eine Einrichtung der St. Franziskus-Stiftung, Münster. Die St. Franziskus-Stiftung Münster ist einer der größten katholischen Krankenhausträger Deutschlands.

Zum Hospital gehören heute vier Kliniken: die Klinik Innere/Rheumatologie (Chefarzt Dr. med. Stefan Ewerbeck und Chefärztin Dr. Stefanie Freudenberg), die Klinik für Orthopädie / Orthopädische Rheumatologie (Chefarzt Privat-Dozent Dr. med. Tim Claßen), die Klinik für Konservative Orthopädie und Schmerzklinik (Chefarzt Dr. med. Florian Danckwerth) und die Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin (Chefarzt Dr. med. Daniel Jockenhöfer).

Dazu kommt die Rheuma-Akademie mit einem umfassenden Angebot an Kursen und Vorträgen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von internistischen Rheumatologen, konservativen wie chirurgischen Rheuma-Orthopäden sowie Schmerz- und Physiotherapeuten rundet das Angebot ab. Rund 3.300 Patienten wurden 2017 stationär und rund 24.000 Patienten ambulant behandelt. Das St. Elisabeth-Hospital beschäftigte 170 Mitarbeiter.

Neben dem St. Elisabeth-Hospital gehören zum Verbund in der Region Rheinland das St. Bernhard-Hospital Kamp-Lintfort und das St. Irmgardis-Hospital Süchteln. Dr. Conrad Middendorf koordiniert als Geschäftsführer der Region Rheinland die Arbeit und Trägerinteressen der drei Kliniken.

 

 

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